Donnerstag, 21. September 2006

Länderspiel gegen die Schweiz... (Wien)

TAG-21-09-Spiel

Frühstücken am Westbahnhof, machen uns dann mit der U-Bahn runter nach Wien Liesing (23. Bezirk) auf den Weg zum Islamischen Friedhof, den wir uns anschauen möchten. Steigen in Alterlaa aus. Meine Digitalkamera hat plötzlich auf der Hinfahrt den Geist aufgegeben, was unglaublich blöd ist, da ich diese unbedingt für die restliche Zeit in Rom bis 2. Oktober und natürlich hier in Wien v.a. heute Abend brauche. Das trübt ab diesem Moment alles. Fahren per Bus zur Großmarktstr. 2a, wo der Friedhof auf der Stadtkarte eingezeichnet ist. Aber als wir dort eintreffen, finden wir nur eine halbfertige Anlage vor. Wie wir später erfahren, gingen den Bauarbeiten zwei Jahrzehnte lange Verhandlungen zwischen der Islamischen Glaubensgemeinschaft und der Stadt Wien voraus, ehe endlich die Widmung eines eigenen Grundstückes zur Errichtung eines islamischen Friedhofs erfolgte. Schade, dass der Friedhof noch nicht fertiggestellt wurde, hätten ihn uns gerne angesehen. Daher geht's nach dieser kleinen Enttäuschung rauf nach Favoriten zum Columbusplatz, um das Kameraproblem zu beheben. Alles deutet auf einen im Moment irreparablen Schaden hin. Nach langem, nervigem Hin und Her kaufe ich eine neue Kamera, wenngleich mir dafür das Geld fehlt, aber das Rom-Projekt muss abgeschlossen werden. Nach schnellem Mittagessen, sind wir dann gegen 15.30 Uhr wieder in unserem bescheidenen Zimmerchen am Westbahnhof. Ich nehme meine kaputte Digi-Kamera kurz mal in die Hand und tausche zum x-ten Mal heute die Batterien aus (=hatte ja unzählige Male mit allen Methoden versucht, das Ding doch in Gang zu setzen). Gebe jene Batterien, die ich immer verwendet habe und nun wieder aufgeladen sind, rein in das Gerät. Und schwupps! Der Apparat funktioniert wieder. Einwandfrei sogar! Oh Mann! Bin erleichtert. Die gerade neu gekaufte Kamera verlässt nach dieser Entdeckung sofort meinen Besitz. Im Anschluss an diesen Nerven aufreibenden ersten Teil des Tages bereite ich mich in aller Ruhe auf das heutige Fußballspiel vor. Kurz nach 16.00 Uhr fahre ich mit der Straßenbahn, asiatisches Nudeln futternd, rauf nach Hernals (17. Bezirk) zum Sportclub Stadion. Habe für dieses 2. Länderspiel in meiner Kicker-Karriere ein sehr gutes Gefühl den ganzen Tag schon gehabt. Um 17.00 Uhr trifft sich das Ö. Literaten-Nationalteam in den Katakombenkabinen des Stadions vor dem Dornbacher Friedhof. Eifrig ziehen sich nicht nur "Capitano" Georg Bydlinski, Franzobel, Egyd Gstättner oder Gerhard Ruiss um. Die letzten Wehwehchen werden wegmassiert, meine Bänderverletzung vom 08.09. wegbandagiert (sonst könnte ich gar nicht spielen), Sponsorenfotos folgen, Trainer Willi Kaipel erklärt die Taktik bzw. Aufstellung und alle sind guter Dinge, dass heute gegen die Schweizer, nach der Blamage im Mai gegen die Ungarn (2:8) was gehen könnte. Das Aufwärmen ist diesmal allgemein kürzer (dennoch bei mir sehr schmerzvoll), um die Spannung zu halten. Dann das Spiel (nach dem Ehrenanstoß durch den Erfolgsinternationalen Franz Hasil - u.a. neben Superstars wie Romario oder Ronaldo zum besten Legionär aller Zeiten in den Niederlanden gewählt) ab 19.00 Uhr: Druckvoll bringt unser Team die Vorbereitungen (konnte nie aus finanz.+zeitl. Gründen dabei sein) des Sommers auf den Platz und so erzielt Michael Hansel bereits in der 5. Minute das 1:0. Fünf Minuten später kann auch die Schweiz einen Angriff nutzen und gleicht durch Richard Reich aus. Es zeichnet sich ein schönes Spiel mit tollen Chancen auf beiden Seiten ab. Doch dem ist leider nicht so, denn in der 26. Minute verwandelt Reinhard Prenn einen Freistoß zum 2:1. Dann komme ich in der ca. 30. Minute ins Spiel und kann gleich den ersten (Kopf-)Ballkontakt nach Superflanke von Reinhard zum 3:1 verwandeln. Mit diesem Zwischenstand geht's in die Pause und in der 50. Minute kann ich vom Sechzehner mit einem flachen Schuss ins linke untere Eckerl das 4:1 für uns besorgen. Zehn Minuten später lege ich dann das 5:1 für Helmut Emersberger auf. Leider kann die Schweiz nicht mehr wirklich dagegenhalten. Und so folgen noch weitere wunderbare Tore von Michael Hansel (77. M.) und Egyd Gstättner (85. M.), die einen furiosen 7:1 Endstand in unserem 2. Länderspiel bringen. Bin mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden (mag solches "Abschießen" gerade in diesem Literaten-Kontext nicht , bevorzuge ausgewogenere Spiele, aber nach Ungarn-Niederlage dennoch Genugtuung), Verletzung war zeitenweise sehr schmerzhaft spürbar (habe aber dennoch ganz gut gerackert - auch mannschaftsdienlich, v.a. vorbereitet, gedribbelt, Chancen herausgearbeitet, leider Chancen durch Weitschüsse auch vergeben), Kondi war auch ok - dennoch war ich nie so fit und gut drauf, wie in Meisterschaftsspielen beim SC Steinach (Tirolerliga, Landesliga) oder beim Hobbykicken mit den Innkickers. Schade, aber was soll's? 7:1 gewonnen und 2 Goals/1 Assist sind ok. Im Anschluss dann gefeiert, den Lesungen am Platz beigewohnt und später beim Heurigen noch nette Gespräche geführt. Ein wirklich sehr sehr toller Abend und 2. Teil des Tages. Leider müssen wir aber morgen früh raus und sind deshalb schon um 0.30 Uhr retour in der Unterkunft am Westbahnhof, um unsere Koffer zu packen.

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